Vom Bombenbauer und jugendlichen Suchbewegungen

- Donnerstag, 7. Februar 2013 um 19.30 Uhr -


Bebilderter Vortrag von Jan Raabe und Dr. Karsten Wilke: Vom Bombenbauer und
jugendlichen Suchbewegungen – Einblicke in die neonazistische Szene in
Detmold und Ostwestfalen-Lippe

Veranstaltungsort:

Gymnasium Leopoldinum
Raum A 814
Hornsche Straße 48
32756 Detmold

www.gymnasium-leopoldinum-detmold.de

Mindestens 10 Menschen hat die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer
Untergrund“ (NSU) ermordet. Diese schockierende Erkenntnis weckte Ängste und
eine große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit: Kann so etwas auch in
Ostwestfalen-Lippe passieren? Gibt es auch hier Neonazis und feste
Strukturen?

In OWL und auch in Detmold gibt es alte Kader, die seit über 20 Jahren in
der Szene aktiv sind und auch schon mit Sprengstoff hantiert haben, es gibt
neonazistische Rock-Bands und Rapper, es gibt in den Städten und Dörfern ein
Netzwerk von „Kameradschaften“, welche die Straßenpolitik prägen. Junge
Menschen werden über eine politisierte Lebenswelt an den organisierten
Neonazismus herangeführt. Gerade in Detmold ist die Verfestigung einer
solchen Szene mit weit über 30 Jugendlichen und Heranwachsenden zu
beobachten.

Die Referenten werden in dem Vortrag einen Überblick mit Beispielen,
detaillierten Informationen und Analysen geben. Nach dem einstündigen
Referat besteht die Möglichkeit zu Diskussion und Nachfragen.

Jan Raabe vom Verein Argumente und Kultur gegen Rechts e.V. ist
Diplom-Sozialpädagoge. Er analysiert seit Mitte der 1990er Jahre die
Entwicklung des Neonazismus. Schwerpunkte bilden dabei der RechtsRock und
die Entwicklung im Bereich der Jugendkulturen. Zahlreiche Buchbeiträge,
unter anderem 2002 zusammen mit Christian Dornbusch Herausgeber des
Sammelbandes „RechtsRock – Bestandsaufnahme und Gegenstrategien“.

Dr. phil. Karsten Wilke war langjähriger pädagogischer Mitarbeiter im
Kreismuseum Wewelsburg. Er studierte Geschichte und Literaturwissenschaften
in Bielefeld und Groningen (Niederlande) und wurde an der Universität
Bielefeld 2011 promoviert; zuvor arbeitete er am Graduiertenkolleg „Archiv,
Macht, Wissen“, Universität Bielefeld (2005 bis 2009). Zur Zeit ist Dr.
Karsten Wilke für die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im
Regierungsbezirk Detmold“ beim AKE-Bildungswerk in Vlotho tätig.

Eine Veranstaltung des Vereins Politik und Kultur (PuK e.V.) im Rahmen der
Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialismus
am 27. Januar 2013.





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